Kartoffelauflauf mit Tomaten und Spinat

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Es wurde mal wieder Zeit ein Rezept für Euch zu posten. Es ist nicht so, dass ich Euch vergessen habe, ich sammele und verfeinere stetig Rezepte, um sie vielleicht doch eines Tages in einem Buch zusammen zu fassen. Heute gibt es mal etwas von meiner Lieblingsfrucht, der Kartoffel. Die meisten Aufläufe enden ja leider im Käse-Massaker. Da wir aber versuchen so gut es geht darauf zu verzichten, habe ich mich bemüht einen Kartoffelauflauf zu kreieren, der rein vegan ist, jedoch am Ende für die Vegetarier auch noch zu einem besonderen Schmankerl wird. Am Ende schmeckt dieser schnelle Auflauf einfach nur nach lauen Sommerabenden auf der Terrasse und schreit förmlich nach einer guten Flasche Rotwein.

Portionen4Zeit90 min

Zutaten

  • 800g Kartoffeln festkochend
  • 700g Strauch- oder Fleischtomaten
  • 300g Blattspinat
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Limette
  • 1 paar Stengel Petersilie
  • 1 TL Kümmel
  • 1 EL Oregano frisch o. gefroren
  • 7 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • Italienische Gewürze (oder Ratatouille Gewürz)
  • 1 EL Zwiebel-Pflanzenschmalz
  • Muskat
  • Red Garlic vegan (z.B. von Bull´s Eye) oder andere Soße
  • 1 EL Pflanzen-Zwiebelschmalz (z.B. von Deli)

Zubereitung

Kartoffeln waschen und abbürsten. ca. 15 min in Salz-Wasser mit gut 1 TL Kümmel vorgaren, abgießen und in Scheiben schneiden. Tomaten entkernen, kreuzweise einritzen, mit heißem Wasser überbrühen, häuten und in Spalten schneiden.

Spinat auftauen oder frisch zubereiten und ein wenig mit einem scharfen Messer zerteilen. Zwiebel hacken, in 1 EL Öl glasig dünsten. Die Hälfte des gehackten Knoblauch´s und Spinat hinzugeben. Pflanzen-Zwiebelschmalz unterheben, etwas frischen Muskat hinzureiben und das Ganze ein wenig braten lassen, ohne den Spinat auszutrocknen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Oregano, gehackte Petersilie, 6 EL Öl, restlichen Knoblauch und etwas Limettensaft in eine Schüssel geben und mit Salz, italienischen Kräutern und etwas Pfeffer zu einer Marinade verrühren.

Kartoffelscheiben in eine eingeölte Auflaufform schichten und mit reichlich Garlic oder anderer Soße (gern auch scharf) bestreichen.
Dann die Hälfte der Marinade darüber und darüber den Spinat verteilen. Nun die Tomatenspalten darüber schichten und die zweite Hälfte der Marinade darüber verteilen.

Das Ganze bei 200 Grad Ober-Unterhitze ca. 30 bis 40 min im Backofen backen. Vegetarier können anschließend etwas frisch geriebenen Parmesan geben.

Was esse ich unterwegs?

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Wir werden unterwegs an jeder Ecke mit den Völlereien des qualvollen Todes nur so überschüttet. Aber als veganer oder vegetarischer Einsteiger steht man zunächst wie die Kuh vor´m neuen Tor und fragt sich, was man auf Ausflügen essen soll. Wir möchten mal ein wenig Licht in´s Dunkel bringen und Euch einige Tipps geben.

Selbstgemachte Verpflegung

Von der bequemen Fastfood-Generation wird heute gern verdrängt, dass man sich ja auch selbst eine Wegzehrung zubereiten kann. Einfach ein paar frische Brötchen selbst belegt, gut verpackt und man ist auf Ausflügen, Wanderungen oder abends am See bestens verpflegt. Frisches Gemüse, vegane Kräuteraufstriche und Tofu-Aufschnitt sind auch viel leichter und leckerer als fettige Wurst. Eine kleine Anregung findet ihr in unseren Sommerbrötchen.

Subways

Bei dieser Sandwich-Kette kann man nicht nur totes Tier aufs Brot legen lassen. Es gibt unter anderem auch zwei vegetarische Angebote, die man als Baguette oder auch als Salat wählen kann. Wir empfehlen hier den leckeren Veggi-Patty als Salat-Variante. Man glaubt es kaum, aber der Veggi-Patty ist eines der leckersten vegetarischen Bratlinge überhaupt und schmeckt dabei fast wie eine Bulette. Dazu ein paar leckere Jalapenos und Sweet-Onion-Sauce drüber und eine leckere Malzeit für unterwegs ist garantiert.

Country Burger

Ich unterstütze eigentlich ungern diese in Massen abschlachtenden, globalisierten Fastfood-Ketten. Wer aber auf der Autobahn unterwegs ist und seinen Hunger nicht mehr bezwingen kann, sollte mal den Country-Burger von Burger King probieren. Auf der Angebotskarte sucht man ihn leider vergebens, aber dafür ist er immer frisch zubereitet und köstlicher als das pappige Veggi-Teil von McDonalds. Er besteht aus paniertem und frittiertem Gemüse und ist pikant gewürzt, dafür allerdings auch nicht ganz billig. Für den Preis bekommt man leider schon 2 Mörder-Burger.

Asiatisch

Gebratene Nudeln und Reis gibt es heute an jeder Ecke. Man muss diese Gerichte aber nicht mit geschreddertem Huhn oder im Ganzen zerhackten Ente essen. Meistens gibt es auch vegetarische Gerichte auf der Karte. Wir empfehlen hier ganz klar die Asia-Hung-Kette. Diese gibt es zum Beispiel in Leipzig auf dem Hauptbahnhof. Hier bekommt man noch Gemüse, das wie welches ausschaut und das aus dem Dampfgarer zu kommen scheint. Zumindest ist es frisch und knackig und jede Gemüseart schmeckt so, wie sie schmecken sollte. Serviert werden die Gemüse-Nudeln mit einem Gemüsefond. Sehr lecker!

Döner mal anders

Döner gibt es natürlich auch vegan oder vegetarisch. Hier können wir Dürüm mit Falafel oder frittiertem Halloumi empfehlen, wenn man ohne den Käse nicht leben kann.

Einfach mal Pommes

Manchmal denkt man nicht an die einfachsten Dinge, aber in den meisten Imbiss-Buden bekommt man auch einfach nur Pommes. Allerdings sollte man hier vielleicht nachfragen, ob die Pommes auch in extra dafür vorgesehenem Fett frittiert wurden. Wenn man bereits lange genug vegan lebt, kann es durchaus vorkommen, dass man auf die tierischen Fette reagiert und das ist meistens sehr unangenehm.

 

Solltet ihr weitere Tipps für uns haben, dann schickt sie uns doch und wir veröffentlichen sie für Euch.

Alles eine Frage der guten Erziehung

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Wenn ich heute über all die wahren Fakten nachdenke, wenn ich all das Leid und die sterbenden Tiere, die sich gegen ihre Tötung versuchen zu wehren, sehe… Wenn ich sehe, wie wir dadurch auch den ganzen Planeten zerstören, dann frage ich mich oft, wie ich das selbst so lange bei vollem Verstand dulden, ignorieren und Fleisch essen konnte.

Wie ich es auch drehen mag, ich komme nur zu einem einzigen Schluss, die Erziehung ist oft die Fahrkarte im Zug des Lebens. Dabei muss es nicht unbedingt die elterliche Erziehung sein, denn die manipulative Beeinflussung durch die Lebensmittelindrustrie trägt ebenso einen großen Anteil dazu bei, zumindest, wenn man in diesen Zug bereits eingestiegen ist.

Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen, habe selbst beim Schlachten der Tiere angepackt. Nur an das Schreien der Schweine, wenn sie zum Töten gebracht wurden, konnte ich mich nie gewöhnen. Ich glaubte vor einigen Jahren noch, dass das alles ganz normal wäre und dass ich das wohl auch schon immer so empfunden hätte. Doch dann erzählte man mir eine aktuelle Geschichte über meine kleinen Großnichten. Beide sind heuer 2 Jahre alt und wachsen auf jenem Hof auf, auf dem auch ich meine Kindheit verbrachte.

Es kam der Tag für Rudi, ja – selbst der sarkastische Akt Todgeweihten Namen zu geben, bleibt nicht aus. Da auf dem Hof heute aus vor allem finanziellen Gründen nicht mehr selbst geschlachtet wird, wurde Rudi von einem nahegelegenen Schlachter abgeholt und somit über den Hof gezerrt. Dieses Treiben wurde zusammen mit Anita und Anna, meinen süßen Großnichten vom Fenster aus beobachtet. Beide Mädchen weinten, instinktiv? Es wurde ihnen dann beruhigend erklärt, dass das ganz normal sei und es ja dann lecker Wurst und Schnitzelchen gäbe.

Und genau da liegt meiner Meinung nach der Hund begraben. Diese Beruhigungsaktionen werden so lange durchgeführt, bis man als Kind nicht mehr hinterfragt, auch wenn mindestens immer ein Auge weint oder man irgendwann vollkommen abstumpft. In der Stadt ist dies noch viel schlimmer, hier übernimmt die Industrie die Erziehung. Milch kommt eben aus dem Tetrapack und da ist am Besten noch eine grinsende Kuh drauf abgebildet. Kinder wissen: Milch kommt aus dem Karton und Fleisch ist das rosa Zeug in Folie eingeschweißt.

Als ich über die Geschichte näher nachdachte viel mir noch eine weitere ein. Zu jener Zeit als ich Kind am Hof war, war es natürlich üblich alle Jungtiere durchzubringen, auch kleine Enten. Wenn sie krank wurden, dann wurden sie schon mal im Haus von Hand aufgezogen. Es dauert nicht lange und das süße fiepende Wesen bekommt einen Namen und besonders Kinder bauen beim Beobachten dieses Tieres schnell enge Verbindungen auf. Für die kleine Entendame namens Ute wurde eine Regel von den Kindern gefordert, besonders von meiner kleinen Cousine: “Die Ente darf NIEMALS geschlachtet werden!”

Das putzige Entlein lebte überdurchschnittlich lange, zumindest länger als die anderen ihres Geleges. Doch eines Tages war die Ente verschwunden. Dieses Verschwinden wurde von meiner Cousine jedoch erst nach dem köstlichen Sonntagsbraten bemerkt. Ich weiß noch, dass sie ihren Eltern diese Tat auf Jahre, vielleicht bis heute nicht verziehen hat. Doch es zeigt auch, dass Kinder instinktiv ein gesundes Verhältnis zu anderen Lebewesen haben, welches durch eine fehlgeleitete Erziehung jedoch schnell zerstört wird. Mal schauen, ob wir meine Großnichten noch retten können, doch leider reicht der Einfluss bisher noch nicht so weit.

Ob es nun ein bewiesener Fakt ist oder nur ein Eindruck, ich bin mir relativ sicher, dass wir Erwachsenen gar nicht so viel tun müssen, um Kinder und Folgegenerationen auf den richtigen Weg zu bringen. Manchmal ist weniger eben doch mehr. Wobei wir wohl dennoch darauf achten müssen, dass man sie nicht der freien Marktwirtschaft der Lebensmittelindustrie ausliefert und auch auf ein gewisses Umfeld guten Einflusses achten sollte. Doch haben die meisten Kinder, die Kontakt zu Tieren haben, instinktiv den richtigen Riecher.