Tierische-Organisationen

Hier stellen wir Dir Organisationen vor, die wir unterstützen, oder unterstützenswert sind und sich auf der ganzen Welt um das Wohl der Tiere kümmern. Möchtest Du eine Organisation vorschlagen, dann sende uns doch bitte eine Mail.

Sea Shepherd Conversation Society

seashepherd-01

Die wahren Piraten

1977 gründete der selbsternannte Umwelt-Pirat Paul Franklin Watson die Organisation mit der Piratenflagge. 1978 wurde das erste eigene Schiff erworben, die “Sea Shepherd”. Seitdem hat sich die Aktivisten-Flotte um einige spektakulär aussehende Schiffe vergrößert. Das Äußere der einzelnen Schiffe wird jedes Jahr verändert, um Umweltsünder nicht schon von weitem auf sich aufmerksam zu machen.

Die Umwelt-Organisation finanziert sich zum größten Teil aus Spenden und Merchandising. Sie sind seit vielen Jahren eine der wenigen bekannten Organisationen, die wahrhaft loyal dem gegenüber sind, wofür sie kämpfen. Dennoch besitzt Sea Shepherd leider keinen allzu guten Ruf in der Welt. Sie gelten als provokant und gewalttätig. Sea Shepherd arbeitet jedoch stets unter dem Vorsatz keine Menschen zu verletzten.

Im Kampf für wahrlich wichtige Ziele sind jedoch auch sie nicht davor gefreit, dass es ab und an mal etwas rabiater zugeht. Meist sind es aber Walfänger, entlarvte Umweltsünder und Behörden, die gewalttätig übergreifen. So wurden Sea Shepherd Schiffe bereits beschossen, abgedrängt, oder abgesandte Beobachter der Organisation von japanischen Behörden grundlos in Gewahrsam genommen.

Im Gegensatz zu ihrer verheißenen provokanten Art berichtet beispielsweise die Crew “Cove Guardians” seit Jahren aus der blutigen Bucht von Taiji, ohne jegliche Übergriffe ihrerseits. Man muss dem sogar sehr respektvoll gegenüber stehen, da sie von dort aus einfach nur die Welt über das ständige, sinnlose Abschlachten von ganzen Delphin-Schulen, informieren, um vielleicht eines Tages dort auf friedliche Art und Weise diesem barbarischen Treiben ein Ende zu setzen.

Mehr über dieses Massaker, dass fast täglich stattfindet findet ihr auch in dem Film “The Cove” (Die Bucht).

Was Sea Shepherd wirklich tut

Die weltweit agierenden Öko-Terroristen untergliedern ihre Hilfe in Kampagnen. Jedes Jahr startet eine neue Kampagne zur Bekämpfung des eigentlich seit 1986 verbotenen Walfangs. Darüber hinaus gibt es weitere Kampagnen gegen das sogenannte Shark-Finning. Ozean-weit werden Haie gejagt und an Bord von Schiffen gezogen. Dort werden ihnen lebendig die teuer gehandelten Flossen abgeschnitten. Danach werden die Tiere wieder ins Meer geworfen, wo sie elendig ersticken und wehrlos auf den Meeresgrund sinken. Der Haibestand sinkt drastisch, was fatal für die Meere ist, denn dies kommt dem gleich, als würde man sämtliche medizinische Einrichtungen schließen. Die Haie halten die Meere und Bestände auf natürliche Art in einem ökologisch wichtigen Gleichgewicht.

Weiterhin kümmert sich Sea Shepherd im Kampf gegen das brutale Erschlagen von Robben in Kanada und Afrika. Auf dem Urkontinent werden diese Tiere ermordet, um Strände für Urlauber zu “säubern”.

Darüber hinaus gibt es weitere Kampagnen gegen das Quälen durch Brandmarken und Töten von Seelöwen im Columbia River. Hier sind die hiesigen Angler und Fischer verärgert, dass sich die Seelöwen an den Lachsbeständen des Flusses zu schaffen machen. Das Problem an der Sache ist, dass es der natürliche Lebensraum dieser Tiere ist und ihre Nahrung. Die Seelöwen werden durch Brandmarken markiert, um ihren Bestand zu erfassen, wobei es nicht selten dazu kommt, dass die Tiere Feuer fangen und elendig verbrennen.

Mehr über alle Kampagnen erfahrt ihr auf der Seite der Organisation.

Sea Shepherd ist NICHT Greenpeace

Nur um es mal klar zu stellen, Sea Shepherd unterscheidet und distanziert sich von Greenpeace, obwohl der Sea Shepherd – Gründer eines der ersten Mitglieder der 1971 gegründeten Organisation war. Nach eigener Aussage Paul Watsons ist Greenpeace heute zu bürokratisch und zu harmlos. Darüber hinaus ist Greenpeace in den Meeren schon lange nicht mehr aktiv, behauptet aber fleißig sie würden im Polarmeer gegen den Walfang (mit Sea Shepherds Schiffen) kämpfen. Wohl auch ein Grund, warum diese Organisation nicht zu unseren Lieblingen zählt. Sicher haben sind ihre Ziele auch erstrebenswert, jedoch scheint uns Greenpeace zu kommerzialisiert und wenn man schützende Helfer braucht, sind sie nie da.

Mehr zu Sea Shepherd

Captain Paul Watson

paul-watson-01

Paul Franklin Watson

wurde am 2. Dezember 1950 in Toronto (Kanada) geboren und wuchs in einem kleinen Fischerdorf an der kanadischen Ostküste auf. Hier setzte sich Watson schon in seiner Jugend gegen die Quälerei von Robben und anderer Tiere ein.

Seine ersten See-Erfahrungen machte er ab dem Jahre 1968, als er der kanadischen Küstenwache beitrat. Später heuerte er auf dem norwegischen Massengutfrachter Bris für eine Reise nach Asien und Afrika an, kehrte aber wenig später wieder zur Küstenwache zurück.

Er studierte Kommunikations- und Sprachwissenschaften in British Columbia, hielt Vorträge in der ganzen Welt und war von 1990 bis 1994 Professor für Ökologie am Art Center Collage of Design im kalifornischen Pasadena.

Der Beginn seiner Rebellen-Karriere

1970 beteiligte sich Watson mit der Friedensbewegung “Don´t make a Wave Committee”  an einer Protestaktion gegen einen Atomwaffentest vor der Aleuteninsel Amchitka. Dort lernte er Robert Hunter, Mitbegründer von Greenpeace, kennen und bekam nach Entstehung dieser Organisation die Mitgliedsnummer 007. Wie wir finden: Mit Recht!

Bei einer Protestaktion 1977 gegen die Robbenjagd auf dem Eis vor Kanada langte der Captain ordentlich zu und warf die von einem Robbenjäger erbeuteten Felle und dessen Knüppel (mit dem die Robben einfach erschlagen werden) ins Meer. Dies führte zu einem Disput über Gewalteinsatz bei solchen Aktionen und dieser veranlasste Watson Greenpeace zu verlassen.

Sea Shepherd

1977 gründete Paul Watson die Sea Shepherd Conversation Society, die heute wohl wichtigste und loyalste Tier- und Umweltschutzorganisation weltweit. Sea Shepherd handelt, wo andere versuchen nur zu debattieren, provokant und manchmal etwas grober, jedoch stets unter dem Gebot keine Menschen zu verletzen. Wir finden dass dies genau die richtige Einstellung ist, wenn man heute gegen korrupte Unternehmen und Regierungen kämpfen muss, um den Planeten zu erhalten und bedrohtes Leben zu schützen. Müssen aber gleichzeitig eingestehen, dass dies leider so ist.

Sea Shepherd bekämpft den Walfang, der eigentlich eh verboten ist, aber immer wieder Schlupflöcher findet. So wie Japan 2013 Spendengelder des Tsunami-Fonds in Millionenhöhe dazu einsetze unter dem Deckmantel der Wissenschaft Wale im Polarmeer zu töten. Glücklicherweise konnte Sea Shepherd in diesem Jahr seinen größten Erfolg feiern und Schlimmeres verhindern. Mehr über die Organisation erfahrt ihr hier.

Paul Watson und das Gesetz

Natürlich macht man sich nicht nur Freunde, wenn man ständig der Querolant ist, wobei die Gesetze seltsamerweise immer sehr schnell gegen die Tier- und Umweltschützer greifen, bei Umweltsündern und Wilderern aber versagen. Paul Watson jedoch unterscheidet eines ganz gravierend von diesen Verbrechern, er steht dazu, was er tut, denn er handelt ja auch für das Gute.

So versenkte er zwei Walfänger in einem isländischen Hafen, flog 1988 dann nach Reykjavík wo er seine eigene Verhaftung einforderte. Seltsamerweise verwiesen ihn die Isländer nur des Landes.

Am 13. Mai 2012 wurde er im so wundervollen Deutschland auf einen internationalen Haftbefehl hin verhaftet und unter Kautionsbedingungen festgehalten. Diesen Haftbefehl hatte Costa Rica 2011 erlassen, weil der Captain 2002 dem damaligen Präsidenten Costa Ricas half Shark-Finning betreibende Wilderer in einem Schutzgebiet vor Costa Rica das Handwerk zu legen. Leider ist die daran anknüpfende Hai-Mafia, die es in den letzten 10 Jahren geschafft hat den weltweiten Hai-Bestand um ca. 90% zu senken, überall und wohl auch in der derzeitigen Regierung des Landes. Was von unserer Seite jetzt ein wenig spekulativ sein könnte. Japan ist in dieses Prozedere ebenfalls involviert, da Sea Shepherd in den letzten Jahren die japanischen Walfangquoten massivst beeinflusst.

Wir waren alle froh zu erfahren, dass Paul Watson seine Chance nutzte und die Kautionsflucht aus Deutschland noch vor seiner Auslieferung antrat. Leider ist er seitdem mehr oder weniger als Geächteter auf den Meeren weltweit “gefangen”. Seit seiner Verhaftung gibt es einige Petitionen, die die Freiheit des beliebten Umweltpiraten fordern.

Das sagt die Welt

Captain Paul Watson wird als wichtigster und entschlossenster Schützer der Meerestiere gesehen. Das Time Magazine ernannte ihn 2002 zum “Helden es 20. Jahrhunderts”.  The Independent nannte ihn unter den zehn wichtigsten Öko-Kriegern als “Verteidiger der Erde”. The Guardian wählte ihn zu den „50 people who could save the planet“.

Wir sagen

Paul Watson ist für uns absolut einer der bemerkenswertesten und mutigsten Menschen auf diesem Planeten. Er und seine Crew scheut keine Mühen und keine Gesetze, um unsere Meere und Tiere zu verteidigen und zu schützen. Dies ist eines der wichtigsten Ziele, die wir überhaupt haben sollten, denn wenn die Meere sterben, stirbt der ganze Planet, innerhalb kürzester Zeit. Er ist unser Lieblings-Held!

Paul Watson: Die Erde als Planet Ozean

Mehr über Captain Paul Watson